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Läuse, lauter Läuse

Läuse, lauter Läuse

Mein Sohn war damals noch sehr klein. Er hatte auf seinem Hinterköpfchen ein klitzekleines Glätzchen. Ich war gerade mit einem Abfallsack auf dem Weg zur Mülltonne. Im vorbeigehen streichelte ich dem süssen, spielenden Kind über sein Haar. Da sah ich es, das Tier. Es spazierte genau über das Glätzchen, sonst hätte ich es nicht gesehen.

Auf meiner Festplatte war es gespeichert, dieses kleine Ungeziefer. Ich hatte es irgendwann, irgendwo schon einmal gesehen. Vielleicht in einem Buch. Oder meine Mutter hat mir davon erzählt. Auf jeden Fall wusste ich sofort, dass es eine Laus sein musste.

Ich holte schnell eine Zündholzschachtel und machte mich auf Läusejagt. Mein Sohn war weder begeistert noch einverstanden. Er wollte lieber mit seinem Lastwagen spielen. Wir sind schliesslich keine Affen.

Nach langem suchen und kämpfen hatte ich es geschafft. das Tier war eingefangen in der Schachtel und mein Sohn wütend. Ich belohnte ihn mit einem Schoggibrot.

Dann lief ich schnell zu meinem mann, um ihm die Beute zu zeigen.

Er meinte, dies sei keine Laus. Läuse hätten acht Beine und seien viel grösser und könnten sogar springen.

Die Meinung eines Freundes war, das sei wirklich keine Laus. Läuse hätten zwei Beine, wären viel kleiner und seien längst ausgestorben.

Nach der Meinung einer Freundin war diese Laus ein völlig anderes Lebewesen. Eines aus dem Wald. So eine Art Blattlaus.

Ich aber war mir meiner Sache ganz sicher. Sehr sogar. So sehr, dass alle acht Kinder, die in diesem Haus wohnten von mir auf Läuse durchsucht wurden.

Am Ende der Suche hatte ich eine halbe Schachtel voller „ Blattläuse „ gefangen genommen. Und eine Horde wildgewordener und wütender Kinder tobten um mich herum. Mir viel plötzlich auf, dass sie sich alle kratzten. Und ich mich auch.

Ich fuhr in die Apotheke und kaufte Gift zum Läuse umbringen. Viel davon und teuer dazu.

Da ich eine Perfektionistin bin, machte ich alles ganz genau so, wie es auf dem Beipackzettel stand. Die Köpfe der Kinder wurden eingeschäumt mit dem Läusegift. Die Einwirkungszeit mass ich mit Hilfe einer genauen Uhr. dann ausspülen und das ganze wiederholen. Zur Sicherheit und Vorbeugung gleich drei, statt zweimal.

Betten mussten frisch bezogen werden. Stofftiere in den Tiefkühler gelegt werde. So stand es auf dem Beipackzettel.

Leider wurde einem nicht erklärt, wo die fünfzig Stofftiere der vielen Kinder tiefgekühlt werden sollte. Und so stopfte ich unseren Restaurant Tiefkühler voll. Irgendwo, zwischen Schnitzel, Pommer und Eis und Gemüse hatten die Teddybären, Elefanten, die Affen, die Eichhörnchen, die Delfine, Tiger undLöwen noch Platz.

Im Waschhaus war einunheimlich grosser Berg von Wäsche. als die Waschmaschine das sah, machte sie gleich schlapp. der Monteur sagte,

leider nix zu machen.

Mütter und Schwiegermütter wurden angerufen, um die Wäsche zu holen, heiss zu waschen und noch heisser zu bügeln. So stand es schliesslich auf dem Beipackzettel.

Am Abend war alles blitzsauber. Die Köpfe der Kinder rochen nach „ Läusejäger „ und sie waren kaum in ihre Betten zu bringen ohne ihre Kuscheltiere.

Plötzlich rannte ich zu meinem Mann und begann sein Haar zu durchsuchen. Und zwar mitten in unserer Gaststube. Ein Gast, der gerade sein Schnitzel essen wollte, fragte mich, was ich da tue. Als ich es ihm sagte, verliess er das Restaurant. Ein halbes Jahr später kam er wieder einmal und fragte scheu nach den Läusen.

Tatsächlich fand ich auch auf meines Mannes Kopf Läuse. Das es aber kein warmes Wasser mehr hatte, spürten wir erst, als unsere Köpfe voller Läusegiftschaum waren. und unsere Nachbarn waren hellbegeistert, als wir bei ihnen duschen wollten.

Eine Woche später hatten unser Kinder noch immer, oder schon wieder Läuse. Wir wussten nicht, dass Läutere per Handarbeit entfernt werden sollten. Und die Haare waren voll davon. Schade, fand ich, denn diese Bierchen sahen nett aus. So wie kleine Perlen. Vor allem in den langen Haaren unserer Mädchen.

Unmöglich, dachte ich. Das schaffe ich nie im Leben. Ich hätte hundert Jahre gebraucht, um diese Eierchen aus den Kinderhaare zu entfernen. Und so fuhr ich mit der ganzen Kinderschar zum Haarschneider. Der freute sich natürlich und verlangte einen Sonderpreis, der Läuse wegen.

Na ja, dachte ich. Das ist immer noch billiger als Läusekiller, der dann nix bringt.

Die Kinder waren nach dieser Prozedur kaum wieder zu erkennen. Die Mädchen sahen aus wie Lausbuben mit ihren kurzen Haaren.

Zu Hause gab es zur Krönung dieser Geschichte für alle ein ganz grosses Eis.

Und unsere Kinder sahen nicht mehr so verlaust und zerzaust aus.

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Service

Service

Sonntag Nachmittag sechzehn Uhr. Allgemeine Krisenzeit. Unsere Beiz ist voll. Der liebe Sonntagnachmittaggast will mir von seinem Spaziergang erzählen. Er hat schon die zweite Flasche Bier hinter sich und ich kann ihn kaum noch verstehen. Auch ohne Bier redet er undeutlich. Ich verstehe nur knapp, dass er mir von Vögeln berichtet, die er im Wald beobachtet hat.

Ich aber muss nett wirken und so nicke ich ihm einfach zu und lächle freundlich, wenn ich Zeit habe.

Der Spielfilm für meine Kinder ist zu Ende und sie brüllen nach Eis und Sirup mit Strohhalm.

Mein Mann ist im Vollsterss mit kochen. Manche Leute vergessen an Sonntagen zu essen, weil sie zu lange schlafen. Der grosse Hunger kommt am Nachmittag und sie bestellen die kompliziertesten Gerichte. In der Küche riecht es nach gebratenem, nach Angebranntem und nach Schweiss. Im vorbeigehen stelle ich die Lüftung ein mit dem kleinen Finger, da ich sonst keinen frei habe. Mit einem schweren Tablett versuche ich mich durch die Küche zu schleusen, Richtung Abwaschmaschine. Berge von Geschirr stehen da. Kaum freier Platz für noch mehr Teller und so weiter.

Meine Jüngste klammert sich mit beiden Fäusten an meinem Rock fest und brüllt.

Das anders Töchterlein schreit noch immer nach Eis, denn der Hund hat es ihr weggefressen. Und mein Sohn möchte mir den ganzen Film erzählen, den er gerade gesehen hat.

Ich habe einen Vogel im Kopf.

Zuerst noch mehr Eis und noch mehr Sirup für meine Kinder.

Eine Frau verlangt Milch für ihr schreiendes Kind. Die gestellte Milch ist zu heiss und nachher zu kalt und dann auch noch zu wenig und wieder zu viel. Und immer muss ich alles andere fallen lassen.

Eine andere Mutter will auch Milch für den Schoppen. Aber auf gar keinen Fall Ziegenmilch, wegen der Allergie. Ich versichere ihr, dass es in der Umgebung keine Ziegen gibt.

Eine andere Frau will Assugrin für ihren Tee. Ich kann es gerade nicht finden. Und Jemand will eine nicht zu kalte Cola. Aber alle sind kalt. Unter dem heissen Wasserhahn versuche ich die Flasche zu wärmen. Aber die Cola erträgt das nicht und explodiert.

Ich renne in den oberen Stock, in mein Zimmer und ziehe frische Kleider an.

Ich habe zwei Vögel im Kopf.

Meine Jüngste kommt und schreit wie am Spiess. Ich vergesse alles was die Gäste bestellt haben und denke an das Kindermädchen, dass ich nicht habe.

Kind trösten. Gäste noch mal nach ihren Wünschen fragen.

Die Vögel in meinem Kopf vermehren sich.

Endlich, das Assugrin. Aber die Frau ist schon fertig mit ihrem Tee und schaut mich vorwurfsvoll an.

Die Leute am Nebentisch wollen den Wein nicht trinken, den sie bestellt haben. Er schmecke nicht, sagen sie. Ich bringe ihnen einen anderen Wein, nachdem ich sie überzeugt hatte, dass dieser der allerbeste sei. Nun sind alle glücklich. Gott sei Dank.

Noch mehr Vögel in meinem Kopf.

Eine Frau bestellt eine Pizza. Eine Pizza „ rote Zora „ die reichlich belegt ist. Sie möchte aber auf der „ Zora „ nur Tomaten und Käse. Ich rate ihr, lieber eine Pizza Margarita zu bestellen. Die Frau besteht aber darauf, eine „rote Zora „ zu bekommen.

Ok, sage ich zu meinen Vögeln in meinem Kopf. Renne in die Küche und bestelle bei meinem Mann eine Pizza „ rote Zora „ ohne Pilze, ohne Artischocken, ohne Paprika, ohne Salami, ohne Schicken, Oliven, Kappen, Kichererbsen und ohne Ananas.

Ich solle doch besser gleich eine Margarita bestellen, schreit mein Mann mich an.

NEIN, schreie ich zurück. Mein Mann versteht gar nichts mehr. Ich auch nicht und meine Vögel in meinem Kopf schon gar nicht.

Meine Jüngste kommt fast nackt und mit dreckigen Gummistiefeln in die Beiz gerannt. Sie schreit und tobt, denn ihr grosser Bruder hat ihr Eis in den Brunnen geworfen. In dieser ganzen Hektik versuche ich mit einem Teil meiner Aufmerksamkeit mein kleines Töchterlein zu beruhigen. Sie möchte aber meine ganze mehr und hört nicht auf mit ihren Geschrei. Beschämt und gestresst sehe ich eine grosse Schar Menschen zur Beizentür hereinkommen. Es sind zwei Familien mit einer Schar Kleinkindern. Das hat gerade noch gefehlt, schreien die Vögel in meinem Kopf.

Zuerst muss ich die Tische abräumen, putzen und zusammenschieben. Die Väter helfen mir geduldig und umständlich. Ob sie wohl die Vögel in meinem Kopf sehen?

Nun herrscht ein wildes Durcheinander von kleinen Kindern und ich weiss nicht mehr, welche meine eigenen sind. Eigentlich müsste ich eine Akrobatin sein, um bei diesem Verkehr Gläser, Flaschen und Teller heil an die Tische zu bringen.

Ein Mann hat ein grosses Bier bestellt. Leider macht er in dem Moment, wo ich es auf den Tisch stellen will eine wilde Bewegung mit seinem Arm, trifft dabei das Bierglas und der ganze Inhalt übergießt sich über dem Kopf seines kleinen Kindes. Ich biete der Mutter meine Badewanne an. Das geht aber nun doch zu weit. Sie schaut mich völlig verstört an und ich bringe ihr einen Berg frischer Bodenlappen.

Meine Vögel fangen an zu singen in meinem Kopf.

Die Familien bestellen. Oh, sorry, Wurstsalat gibt es bei uns nicht, sage ich und nun verlassen sie unsere Beiz und es bleibt nur der Dreck von ihren Wanderschuhen unter den Tischen liegen. Ich hole meinen Besen.

Meine Kinder versuchen gerade alte Kaugummis von den Unterseiten der Tische wegzubekommen. Dabei wird wild gestritten. Ich versuche sie zu beruhigen und verteile Lolli`s.

Meine Vögel sind nun sehr aufgeregt.

Der Küchenbursche ruft an. Er meldet sich für die sonntägliche Abendarbeit ab, weil er sich den Arm gebrochen hat.

Vögel und Berge von dreckigem Geschirr.

Es hat keine sauberen Gläser mehr. ich renne hin und her um Geschirr zu waschen und Gäste zu bedienen.

Nun wollen plötzlich alle bezahlen und aufbrechen, denn das Sonntag Abendprogramm fängt bald an im Fernseher.

Die Zahlen auf den Rechnungen sehen aus wie Vögel.

Ich kann nicht mehr rechnen. Auf jeden Fall nicht so schnell wie ich und meine Gäste das möchten.

Meine Kinder sind schmutzig, müde und hungrig. Ich schicke sie hinauf in unsere Privatküche, um Cornflakes zu essen. Dabei denke ich daran, wie wohl nachher die Küche aussehen wird. Aber dafür habe ich kaum Zeit, denn auch mein Bauch knurrt. Den ganzen Tag hatte ich keine Zeit zum essen.

Zwei liebe Stammgäste kommen, um bei uns einen Schlummertrunk zu nehmen.Sie laden mich auch zu einem Schnaps ein. Da ich kaum Zeit habe, trinke ich in einem Zug das ganze Gläschen leer. Jetzt ist mir schwindlig.

Mein Kopf platzt fast vor lauter Vögeln.

Endlich habe ich Zeit, um kurz auf`s Klo zu gehen.In der Eile bemerke ich nicht, dass mein Rock hinten in meiner Unterhose steckt. Alle Leute schauen so komisch. Ich bemerke es endlich, schäme mich zu tiefste und renne in den Garten und weine und schreie. Leider hört keiner meine Not. Nur die Vögel in meinem Kopf zwitschern wild durcheinander.

Der Jodlerclub kommt und alle wollen eine grosse, reich belegte Pizza und viele, viele Bierstangen. Oje, denn die Küche ist schon fast aufgeräumt. Nun muss mein Mann wieder von vorne anfangen mit backen. Er sieht müde aus und ist am schwitzen.

Es ist Zeit, meine Kinder ins Bett zu bringen. Das muss sehr schnell gehen. Der Gesang des Jodlerclub`s dringt bis in unsere Wohnung. Das Gemisch aus ihren Gesang und dem Gesang meiner Vögel in meinem Kopf macht mich ganz konfus. Und meine Kinder erzählen mir dazu ihren Tag. Aber das dringt nicht mehr ganz durch meine Ohren bis zu meinem Hirn.

Jetzt muss ich mich um den Geschirrberg kümmern.

Mein Mann putzt erneut die völlig verklebte Küche und hört dazu Hartrock. Und zwar sehr, sehr laut.

Aus der Gaststube erklingen Jodellieder und die Abwaschmaschine rattert und surrt. Ich versuche die Vögel aus meinem Kopf zu verscheuchen. Es gelingt mir nicht. Es werden immer mehr.

Wie durch einen Nebel erkenne ich eine Horde junger Leute in die Gaststube treten. Als ob ihre Stimmen von weit, weit weg kommen, höre ich ihre Bestellungen und schreibe sie auf einen Zettel.

Mein Mann muss noch mal neun grosse Pizza machen. Dabei ist die Küche schon sauber geputzt. Nun wird alles noch mal schmutzig.

Der Jodlerclub ist nicht mehr zu bremsen und die lieben Stammgäste bieten mir einen weiteren Schnaps an. Ich trinke ihn schnell und gleich noch einen.

Immer noch hat es viel schmutziges Geschirr.

Die Kinder kommen aus ihren Betten zu mir runter, denn sie können nicht schlafen. Die Jodler singen sehr laut.

Wie eine Maschine renne ich die Treppe hinauf und wieder hinunter, zu Kindern, Gästen und Geschirr. Endlich ist auch das letzte Löffelchen sauber.

Die jungen Leute, der Club und die lieben Stammgäste sind immer noch da und mein Mann setzt sich zu ihnen.

Das Telefon klingelt. Es ist die Putzkraft. Sie kann morgen nicht kommen, um zu putzen, weil ihre vier Kinder die Masern haben. Na toll. Mein freier Tag ist gestrichen. Dabei sollte ich mich um die Kinder und um die Vögel kümmern.

Die Beiz ist leer. Alle sind nach hause schlafen gegangen. Ruhe ist eingekehrt.

Leider nur aussen. In mir drinnen kann ich keine Ruhe spüren.

Mein Mann beruhigt mich. Er holt draussen Holz, entfacht ein Feuer in unserem schönen Ofen. Mir wird langsam warm und ein bisschen wohler.

Die Vögel jedoch, die schlummern in meinem Kopf.

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Oh nein, so nicht

Oh nein, so nicht…….

……….was recht ist und was nicht,weiss in unserer modernen Zeit eigentlich kein Mensch mehr. Übergriffe unsichtbarer Art und Weise finden hundertelssekundenmässig statt. Und das Angebot von Maschinen und Geräten, um solche auszuüben ist enorm riesig.

Früher gab es Leute, die sind mit einer Leiter auf der Schulter nachts durch die Dörfer geschlichen, um zu „ weiören „, dass heisst, um irgendwo in ein Fenster hinein schauen zu können, in der Hoffnung, etwas zum Sehen zu bekommen.

Heute, mit unserem sogenannten Fortschritt, da braucht es dazu keine Leiter mehr. Nur genug Geld, um einen Computer mit Internet zu kaufen und zu installieren. Und schon kann`s losgehen.

Ja, sie haben es schon richtig gelesen. Es geht um die Schönste Sache im Leben.

Die Schönste Sache im Leben kann heute Jeder und Jede schon auf dem Schulhof auf eines Schulkameraden Handy zu sehen bekommen. Vielleicht sogar ein Videöchen mit der neuen Freundin.

Fotos kann Jeder zu jeder Zeit und überall machen, wo es gerade passt, oder eben auch nicht.

Manchmal kann es sicher ganz praktisch sein. Zum Beispiel, wenn Jemand gerade Zeuge eines Taschendiebstahls wird,oder besser gesagt, geworden wäre, denn bis das Handy bereit ist ein Foto zu schiessen, ist alles schon vorbei. Schade.

Zum Glück gibt es Millionen und Milliarden anderer Objekte zum schiessen, egal was es auch immer sein mag.

Mich jedenfalls nervt es zu Tode, wenn ich in einem Restaurant sitze und einen Kaffee schlürfe und dann kommt einer und findet mich „ weri neins „ und muss unbedingt ein paar Handfotos von mir machen.

Nein, Hilfe, Scheisse, er ist schon weg, bevor ich etwas kapiere. Sonst, ich kann es Ihnen sagen, also ich hätte dies Typen das Handy weggenommen und es in den nächsten Bach geworfen. Das wäre der Rhein gewesen.

Kein Bach. Umso besser.

Jeder und Jede kann von Jedem und Jeder zu Hause seine Wände tapezieren.

Natürlich ohne Sein oder Ihr Wissen darüber. Und dabei kann er Diese oder Diesen anbeten so viel er oder sie will. Oh, wärst du doch hier, Holder, Schöner, Holde, Schöne. Oder. Oh, hätte ich doch nur eine Tochter wie du bist, oh oh.

Ohne den nächsten Schritt wäre das Ganze langweilig. Denn, was wäre all dies, ohne es der ganzen Welt per Internet mitzuteilen?

Oh, seht nur, das ist mein Schönster, Liebster und Geilster. Und dies , liebe Welt, ist das Bild einer Tochter. Es ist zwar nicht meine, aber nur so müsste sie sein, wenn schon.

Die echten Ehefrauen, Ehemänner und Eltern werden es eh niemals herausfinden.

Trotzdem. Hilfe, das ist zu viel. TOO MUCH!!!!!!!

Das haben wir doch als Teenes gemacht. Irgendwann wussten wir, halt, stop, nein. Und unsere Wände waren wieder kahl, oder mindestens kahler.

Die supermoderne Welt, in der alles möglich ist, verwischt alle Grenzen. Grenzen die es dringend braucht. Unsichtbare Grenzen.

Die neusten Handys müssten von mir aus so funktionieren, dass sie solche Grenzen wahrnehmen können. Nur für den Fall, das der Mensch der es gerade braucht die Grenze nicht sieht. Das Handy würde somit einfach kein Foto machen können.

Das wäre praktisch, nicht wahr?

Mit anderen Worten. Wenn ein Mensch nicht fotografiert werden will, dann funktioniert das Ding einfach nicht. Basta. Gut, sehr gut.

Dann kann auch keiner mehr behaupten, er hätte gerne, so sehr gerne genau diesen Mann als Frau, oder eben , dieses Kännchen als Söhnchen. Was für eine gesunde Welt das plötzlich wäre.

Manche und Mancher würde das gar nicht aushalten.

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Das Messer auf griechisch

Το μαχαίρι

Στα νιάτα μου είχα ένα φίλο στην Αθήνα.

Ήθελε να μου παίξει στο πικάπ του το μαχαίρι, το αγαπημένο του τραγούδι. Δυστυχώς η βελόνα ήταν χαλασμένη. Κανένα πρόβλημα, είπε ο φίλους μου, έχω ένα φίλο, που έχει μια βελόνα για πικάπ.

Αμέσως τηλεφώνησε σ’αυτό το φίλο, για να τον ρωτήσει για τη βελόνα. Ήταν στο σπίτι και είπε, κανένα πρόβλημα, να έρθουμε να πάρουμε τη βελόνα.

Μια και έμενε μακριά σε άλλο μέρος της πόλης αναγκαστικά παρακαλέσαμε έναν άλλο φίλο να μας πάει εκεί με το αμάξι του.

Κανένα πρόβλημα, είπε εκείνος, έρχομαι αμέσως.

Αυτό πήρε αρκετό χρόνο. Ο φίλος είχε δανείσει το αμάξι του σε ένα φίλο και τον περίμενε. Πίναμε καφέ, φίλοι έρχονταν και έφευγαν.

Κέντρο διερχομένων το σπίτι. Όλοι είχαν πολλά να πουν. Όταν διαπίστωναν ότι εγώ δεν καταλάβαινα τίποτα, έλεγαν συνεχώς, κανένα πρόβλημα, κανένα πρόβλημα.

Εγώ σκεφτόμουν το μαχαίρι.

Επιτέλους ήρθε ο φίλος με το αυτοκίνητο. Ξεκινήσαμε. Μέσα στο αυτοκίνητο επικρατούσε ένας συνωστισμός  φίλων που μιλούσαν συνεχώς όλοι μαζί. Εγώ καθόμουν στριμωγμένη μέσα σ’αυτο το ολοκαίνουριο αμάξι. Πρώτα περάσαμε από πλυντήριο αυτοκινήτων. Ο φίλος φοβόταν πολύ μήπως το καινούριο αμάξι χαλάσει ή, ακόμα χειρότερα, λερωθεί. Το αμάξι πλύθηκε και γυαλίστηκε. Αυτό  πήρε ώρα, το μαχαίρι έπρεπε να περιμένει.

Σε ρυθμό χελώνας ο φίλος συνέχιζε τη πορεία του. Όλοι τριγύρω κόρναραν και έβριζαν.  Επιτέλους καταλάβαινα και εγώ κάτι.

Μέσα στο αμάξι ησυχία δεν υπήρχε. Όλο και κάποιος φίλος κατέβαινε σε κάποια γωνία και έτσι κατάφερα να ελευθερωθώ από την στριμωγμένη μου θέση.

Ο φίλος με κοίταξε από την άνετη θέση του συνοδηγού και  χαμογέλασε. Κανένα πρόβλημα, είπα. Αλλά μόλις πήγε να ανάψει τσιγάρο, ο φίλος του πάτησε το φρένο με όλη του τη δύναμη και άρχισε να βρίζει σαν τρελός.

Ο φίλος μου είπε, κανένα πρόβλημα, και πέταξε το αναμμένο τσιγάρο από το παράθυρο.

Επιτέλους, μετά από μια ατελείωτη διαδρομή σε ρυθμό χελώνας, φτάσαμε στο φίλο με τη βελόνα για το πικάπ. Τώρα πλέον κοντεύαμε.

Ο φίλος στεκόταν μπροστά από την εξώπορτά του και έψαχνε κάτι. Δεν μπορούσαμε να μπούμε μέσα στο σπίτι του επειδή είχε χάσει το κλειδί του. Πήγαμε λοιπόν όλοι στο καφενείο, γιατί ο φίλος υποπτευόταν πως είχε χάσει το κλειδί του εκεί. Αυτό όμως αποδείχτηκε λάθος. Κανένα πρόβλημα, είπε. Και ξεκινήσαμε να δανειστούμε από όλους τους φίλους, που κανείς τους δεν είχε πολλά χρήματα, μερικές δραχμές να φτιάξουμε καινούριο κλειδί.

Τελικά, μετά από ένα ατελείωτο ταξίδι, είχαμε μαζέψει αρκετές δραχμές.

Με το πεντακάθαρο γυαλισμένο αυτοκίνητο ξεκινήσαμε για το κλειδαράδικο. Και στο δρόμο παραδώσαμε διάφορα σε κάποιους φίλους και παραλάβαμε άλλα από κάποιους φίλους για να τα παραδώσουμε στη συνέχεια σε άλλους φίλους.  Αυτό πήρε χρόνο και πίναμε τόνους καφέ. Και έγιναν συζητήσεις, πολλές συζητήσεις. Καμιά φορά μίλαγαν όλοι μαζί και πολύ δυνατά. Τσακώνονται, σκέφτηκα. Κανένα πρόβλημα, μου είπαν.

Οι ώρες περνούσαν και εγώ σκεφτόμουν το μαχαίρι.

Ξαφνικά ένοιωθα φρικτά άβολα.  Μπορεί να έφταιγε ο πολύς καφές. Αυτοί οι τύποι με το μπλα μπλα τους με εκνεύριζαν.

Κάποια στιγμή φτάσαμε στο κλειδαράδικο.  Ο ιδιοκτήτης είπε, κανένα πρόβλημα, αύριο, είπε.

Ο φίλος μου είπε, κανένα πρόβλημα.  Ας πάμε για καφέ.

Από το πολύ καφέ με έπιασε κατούρημα.

Με καμάρι ρώτησα τον καφετζή σε άπταιστα ελληνικά, χωρίς ξένη προφορά, που είναι η τουαλέτα, παρακαλώ.

Απάντησε, εγώ δεν κατάλαβα λέξη και πήρα λάθος κατεύθυνση.

Τουλάχιστον κινήθηκα λίγο, σχεδόν καταλάβαινα πως μεγάλωναν αυτά τα εξογκωματάκια της κυτταρίτιδας στον πισινό, που δύσκολα τα ξεφορτώνεται κανείς και που αποκτιούνται μόνο στην Αθήνα.  Η νόσος των καφενείων.

Ο φίλος με το αυτοκίνητο έπρεπε να πάει σε ένα γάμο. Πηγαίναμε με ρυθμό χελώνας στην εθνική οδό προς  το Βορρά. Σε κάθε πλυντήριο πλέναμε το αυτοκίνητο και ο φίλος μου έβρισκε ευκαιρία να κάνει μερικά τσιγάρα.

Κοίτα, το ολυμπιακό στάδιο, είπε ο φίλος μου.  Ω, τι συναρπαστικό, σκεφτόμουν εγώ.

Ο γάμος ήταν ωραίος, διήρκησε πολύ και εγώ ήμουν χάλια. Όλοι με φίλησαν και με ανάγκαζαν να τρώω, και ας ήμουν ήδη έτοιμη να εκραγώ.

Και εγώ συνέχιζα να χαμογελάω και έλεγα, κανένα πρόβλημα, εάν καμιά φορά πάταγα ξένα δάκτυλα στο χορό.

Στο γυρισμό κοιμόμουν και έχασα το ολυμπιακό στάδιο.

Με φρεσκοπλυμένο αυτοκίνητο επισκεφτήκαμε το φίλο με τη βελόνα.  Είχε αποκτήσει καινούριο κλειδί.  Επιτέλους, σκεφτόμουν εγώ.

Είχαμε τη βελόνα.  Επιτέλους, το μαχαίρι.  Έμενε μόνο να πάρουμε στο θείο λίγο πιο πέρα το κατάλληλο εργαλείο.  Εκείνος ήθελε να μάθει τα πάντα και έφτιαξε μπόλικο καφέ.

Η βελόνα ήταν η σωστή. Δυστυχώς όμως εν το μεταξύ το μαχαίρι είχε λιώσει στον ελληνικό ήλιο που έμπαινε χωρίς οίκτο από το παράθυρο.

Κανένα πρόβλημα, είπε ο φίλος.  Έχω ένα φίλο, που έχει το μαχαίρι.

Θέλω αμέσως να γυρίσω σπίτι μου, είπα εγώ.

Στο αεροδρόμιο ένας νεαρός ήθελε ντε και καλά να μου πουλήσει ένα μπλουζάκι που έγραφε: NO PROBLEM.

Και αρνιόταν πεισματικά να καταλάβει, γιατί εγώ δεν το ήθελα.

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Erzähle mir von deinen Hühnern

Also, ich habe zu Hause Hühner und einen Hahn. Der Hahn heisst Theo.

Die Hühner heissen Hüehnli und Huehn und Stella. Stella,so wie du meine liebe Freundin.

Die Hühner legen fast jeden Tag ein Ei. Und das sind die besten Eier die ich jemals gegessen habe. Der Hahn beschützt seine Hühner. Er weis immer wo sie sind und was sie tun. Wenn er etwas sieht auf dem Boden das wie etwas essbares ausschaut, dann macht er verrückte Geräusche um die Hühner an zu locken. Die Hühner dürfen zuerst fressen. Theo wartet schön brav bevor es auch anfängt kräftig auf dem Boden herum zu picken.

Jeden Morgen weckt uns Theo mit seinem noch etwas wackligen ge-kikeriki.

Weist du, der Theo ist noch ein sehr junger Hahn. Er ist sechs Monate alt.

Theo und seine drei Hühner sind bei mir zu Hause aus den Eiern geschlüpft.

Sieh mal, ich habe ein Foto von Theo. Er hat sein halbes Ei noch auf dem Kopf kleben.

Liebe Freundin, du weist nicht, dass ich dir diese Geschichte heute vier mal erzählt habe, sonst würdest du mich nicht schon wieder darum bitten, dir von meinen Hühnern zu erzählen.

Aber ich tue es gerne. Immer und immer wieder von vorn und dann noch mal. Das ist es was ich tun kann für dich.

Du bist sehr, sehr krank.

Heute bist du in deinem Bett gelegen wie ein Häufchen Elend und voller Scherzen. Mir starren Augen und einem Blick wie ich ihn sonst nicht kenne, leer und traurig und ohne jegliches Licht, schaust du mich an und bemühst dich, mir etwas mit zu teilen. Ich kann dich nicht verstehen. Jedenfalls deine Worte nicht. Geduldig warte ich bis deine Wünsche bei mir verständlich ankommen.

Du möchtest,dass ich zu dir ins Bett liege und dich festhalte. Du hast fast keine Kraft, um mir dies zu sagen. Und ich brauche auch noch so lange, um dich zu verstehen.

Ich lege eine CD in den Player und drücke auf Start. Sanfte Musik erklingt und ich hole eine Wolldecke und lege mich zu dir ins Bett.

Du bist sehr, sehr krank.

Langsam und mit der Zeit immer schneller bist du immer kranker und kranker geworden. Unaufhaltsam hat dich die Krankheit schwach und immer schwächer gemacht.

Du hast nie mit mir darüber geredet.

Du möchtest, dass ich näher zu dir rücke und dich festhalte. Aber alles schmerzt. Wie soll ich dich festhalten? Du bist so unglaublich mager. Da sind nur noch Knochen mit Haut bespannt. Das muss ja weh tun.

Wo soll ich meine Hand hinlegen?

Sanft und langsam versuche ich es dir in deinem Elend und dem Schmerz etwas bequemer zu machen. Ein kleines Bisschen Gemütlichkeit in diese furchtbar traurige Situation zu bringen.

Ich fühle mich auf eine Art seltsam berührt. Die Zeit die ich mit dir verbringe hat keine Minuten oder Stunden. Die Zeit mit dir findet in einer anderen Wirklichkeit statt. In einer Wirklichkeit die weder hier und jetzt ist und auch nicht dort und irgendwann. Ein seltsames Gefühl durchflutet mich. Ich streichle deine dünn gewordenen Haare.

Du bist sehr, sehr krank.

Eine schreckliche Krankheit frisst dich auf.

Du hast nie mit mir darüber geredet. Du wolltest nicht krank sein. Hast so getan, als ob gar nichts sei.

Liebe Freundin, mit dieser Krankheit kannst du so etwas nicht tun. Die ist zu gros um sie zu übersehen. Zu stark, um ohne Hilfe zu kämpfen und sie einfach weg zu denken. Sie ist zu schnell, um nicht noch schneller zu reagieren.

In deinem Gesicht kann ich den Ausdruck von quälendem Schmerz sehen.

Du tust mir leid, aber ich glaube, dass möchtest du nicht.

Da liegen wir zusammen in diesem Bett und die Musik erfüllt dem Raum mit schönen Klängen. Du beruhigst dich ein wenig.

Nach einer Weile werden wir behutsam in diese andere Wirklichkeit getragen, in der es keine Minuten und Stunden gibt. Dort, wo alles seine gemeinten Werte verliert. Dorthin, wo es nicht mehr darauf ankommt. Wo nichts ist wie es zu sein scheint. Wie auf unsichtbaren Händen getragen werden wir durch diese Wirklichkeit geschaukelt. Alles ist nun still. Die Musik hat aufgehört zu spielen.

Ein Frühlingsvogel singt etwas verschlafen sein Lied.

Du bist sehr krank.

Du hast nie mit mir darüber geredet. Ich habe das Spiel der Ahnungslosen Freundin mitgespielt. Irgendwie habe ich die Regeln verstanden.

Du hast nach mir gefragt, wolltest, das ich komme.

Da bin ich. Schön.

In dieser Wirklichkeit, wo nichts mehr eine Rolle spielt, liegen wir zusammen in deinem Bett. Du bist ganz schrecklich krank. Ich halte deinen dünnen und kranken Körper und fühle mich seltsam berührt von dieser Situation. Ich schliesse die Augen und Verabschiede mich im Geiste von dir.

Du wirst bald sterben. Werde ich bei dir sein? Vielleicht.

Vor ein paar Wochen haben wir noch zusammen getanzt. Du bist meine Lehrerin. Ich habe viel gelernt bei dir. Es tut weh, dich nicht mehr tanzen zu sehen.

Deine wunderbare Musik werde ich immer bewundern und sie mir immer wieder anhören. Das ist ein schönes Geschenk an die Welt von dir. Danke.

Wir liegen noch immer da, umgeben von diesem unbeschreiblichen Gefühl einer schwerelosen Welt, in der alles was ist nicht mehr dasselbe ist.

Irgendwie ist das wunderschön.

Es gibt keine Zukunft im hier und jetzt. Deshalb gibt es nichts mehr zu sagen.

Und falls es etwas zum sagen webe, in welche Zeitform wäre das? Die gibt es gar nicht. Die muss noch erfunden werden.

Ja wirklich, wie redet frau mit einer Sterbenden die in einem Bett liegt das sie nicht mehr lange braucht? Eine Menschin, die des neuen Tages Sonne nicht mehr sehen wird.

Etwas nervös sehne ich mich nach einem Ende. Nach einem letzten Atemzug meiner lieben Freundin. Es ist so hart sie leiden zu sehen und besser wird nichts mehr. Es gibt schon länger keine Hoffnung mehr auf eine Besserung oder Heilung.

Ja, es mag pessimistisch klingen, ist aber eifach die Wahrheit. Mir ist schon lange klar, das es kein Kraut und keine Rübe gibt die Wunder vollbringen kann.

Wunder im Sinne von einer Heilung einer tödlichen Krankheit.

Auch wenn es manche sagen, ich glaube es nicht.

Noch immer bin ich in diesem eigenartigen Zustand. Eine Art Schwerelosigkeit.

Du liegst neben mir. Ich halte dich sanft, so sanft es nur geht und trotzdem jammerst du leise vor dich hin. Was beschäftigt dich in deinen letzten Stunden?

Oder hast du nur noch Schmerzen?

Leise und fast unbemerkt kommt eine Katze und legt sich auf den Stuhl in deinem Zimmer. Bald kommt die andere auch und legt sich auf den Boden neben deinem Bett. Ich glaube, sie wollen sich auch von die Verabschieden.

Du hattest in den letzten Tagen und seit ein paar Wochen immer wieder Besuch von deiner Mutter und von deinem Bruder. Voller Freude hast du mir davon erzählt. Deine Mutter und dein Bruder sind schon lange gestorben. Sie haben dich aus dem Himmel besucht. Schön.

Liebe Freundin. Ich weis das du Morgen nicht mehr da sein wirst.

Du musst nicht mehr lange kämpfen. Du hast gar keine Kraft mehr zum kämpfen.

Der Tod wird dich heute Nacht abholen und dich mitnehmen.

Du wirst weggehen für Voyage sans Retour. Ein Engel wird dir einen Kuss geben und dich an einen geheimnisvollen Ort mitnehmen.

Good by liebe Freundin

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Korinthos

Κόρινθος

Η φίλη μου και εγώ καθόμαστε στο τρένο προς το Νότο. Έχουμε πολλά να πούμε.  Αυτή είχε πάει για ιστιοπλοΐα και εγώ εν το μεταξύ δούλευα και τάιζα μερικούς άστεγους στο ζεστό κοινό μας διαμέρισμα. Μετά από τρεις εβδομάδες το διαμέρισμά μας έμοιαζε με χωματερή, τουλάχιστον σχεδόν, και τα χρήματά μου είχαν φαγωθεί.

Αυτά λέω στη φίλη μου εκείνη τη στιγμή.  Είναι αρκετά θυμωμένη.  Για πολλή ώρα είμαστε σιωπηλές, αλλά το τρένο συνεχίζει την πορεία του.  Η μεγάλη διαδρομή φέρνει δίψα και πείνα.  Ξεχνάμε γιατί θυμώσαμε και ένας επιβάτης ξεχνά το δροσερό μπουκάλι του στο τρένο. Ευγνώμονες το πίνουμε όλο.

Κουρασμένες και κολλώντας από τον ιδρώτα βρεθήκαμε στο λιμάνι του Μπρίντισι.  Κάνει πολύ ζέστη.  Χαιρόμαστε που θα μπούμε σε πλοίο.

Επιτέλους. Το πλοίο αποπλέει από το λιμάνι αργά.  Τρώμε κάτι και πιάνουμε φιλίες με Έλληνες φορτηγατζήδες.  Αυτοί ευχαριστιούνται την παρέα μας όλο και περισσότερα. Τελικά, ενώ είναι ήδη αργά, δεν θέλουν πια να μας αφήσουν να φύγουμε. Και το ελληνικό κρασί αρχίζει και επιδρά, δεν κουνιέται πλέον μόνο το πλοίο. Δεν θέλουν να μας αφήσουν να κοιμηθούμε στο κατάστρωμα. Είναι παρά πολύ επικίνδυνο, λένε.  Επιτέλους φτάνουμε στην Πάτρα. Για να μας φύγει η κακή διάθεση πίνουμε μπόλικο καφέ. Με το τρένο συνεχίζουμε μέχρι την Κόρινθο και αποφασίζουμε να μείνουμε για λίγο εκεί. Το κάμπινγκ δεν είναι ωραίο, μας προστατεύει όμως από τους ενοχλητικούς προστάτες. Και σκυλιά μένουν στο κάμπινγκ.  Ένα είναι ιδιαίτερα χαριτωμένο, το ερωτευόμαστε κεραυνοβόλα και το ταΐζουμε. Κάνουμε πολλές εκδρομές, αφού θέλουμε να δούμε ότι έχει να μας δείξει η Ελλάδα από πέτρες . Ευτυχώς βρίσκουμε και χρωματιστές σαυρίτσες

και δεν βαριόμαστε. Ναι, και φυσικά και τους προστάτες μας, που μας προσφέρουν δωρεάν εκτενέστατη αρχαιολογική συζήτηση σε συνδυασμό με ούζο. Πολύ ούζο.

Τα βράδια πάντα φέρνουμε ένα μεγάλο κόκκαλο στο σκυλί μας.

Ένα βράδυ γνωρίζουμε δύο προστάτες. Μας καλούν για φαγητό και περνάμε τον Ισθμό της Κορίνθου. Εκεί γίνεται πανηγύρι, έτσι χωρίς συγκεκριμένο λόγο, και όλα τα ποτήρια είναι πάντα ξέχειλα και αδειάζουν συνεχώς. Μετά από αυτό το μεγάλο φαγοπότι θέλουμε  να γυρίσουμε πίσω. Ο οδηγός δυσκολεύεται πολύ. Κάθε τόσο αναγκάζεται να

σταματήσει, είναι τόσο χάλια. Μια ώρα κάνουμε να περνάμε αυτή τη γέφυρα πάνω από τον Ισθμό της Κορίνθου.

Επιτέλους φτάνουμε στο κάμπινγκ. Το σκυλί μας περιμένει μάταια το κόκκαλό του. Κουρασμένες πέφτουμε στους υπνόσακούς μας. Τα αστέρια στον ουρανό γυρίζουν γύρο γύρο.

Θέλουμε να φύγουμε από την Κόρινθο και παίρνουμε μαζί μας τον Κόρινθο. Έτσι ονομάσαμε το σκυλί μας. Ο ιδιοκτήτης του κάμπινγκ μας το χάρισε.

Δύο νέες γυναίκες με ένα σκυλί, άσχετες τελείως.

Αγοράζουμε εισιτήρια για τη διαδρομή Κόρινθος-Αθήνα και δεν μπορούμε να μπούμε

στο τρένο. Το σκυλί πρέπει να φορά φίμωτρο, μας εξηγεί ο ελεγκτής κουνώντας χέρια και πόδια.

Κάνουμε το γύρο της πόλης με τα πόδια και δεν βρίσκουμε πουθενά φίμωτρο. Το βράδυ μπαίνουμε κρυφά στο τρένο. Τα κάναμε σαλάτα. (Ελληνική σαλάτα.  Χωριάτικη σαλάτα). Ο ελεγκτής είναι πολύ θυμωμένος και μας πετά στο βαγόνι με τις αποσκευές. Εδώ βρίσκουμε την ησυχία μας και προστασία από τους προστάτες που θέλουν να μας σπάσουν τα νεύρα.

Στην Αθήνα δεν μπορούμε να χρησιμοποιήσουμε το ηλεκτρικό, επειδή δεν έχουμε αυτό το ηλίθιο φίμωτρο που εξάλλου δεν υπάρχει πουθενά. Δεν πτοούμαστε όμως και δένουμε στο καημένο το σκυλί ένα φουλάρι γύρω από τη μουσούδα. Οι υπάλληλοι του ηλεκτρικού δεν το βρίσκουν καθόλου αστείο αυτό και μας διώχνουν. Η φίλη μου παίρνει τις αποσκευές και εγώ το σκύλο. Της επιτρέπουν να μπει και τη χαιρετώ με το φουλάρι. Νά‘ μαι λοιπόν με το σκυλί και ένα άσχημο προαίσθημα – ξέρω ότι είναι μακρυά μέχρι τον Πειραιά. Μόνο που δεν ξέρω προς ποια κατεύθυνση πρέπει να πάω. Ρωτάω έναν γέρο. Μου δείχνει έναν ατελείωτο, καυτό και σκονισμένο δρόμο. Ο αέρας τρεμοπαίζει και μέσα σε δύο λεπτά, ή και μόνο ένα, είμαι μούσκεμα στον ιδρώτα και ο Κόρινθος λαχανιάζει. Διψάμε, ο μεσημεριανός ήλιος μας καεί τα κεφάλια, σε μένα τουλάχιστον. Μετά από δύο ώρες ποδαρόδρομο σ’αυτό τον γκρίζο, άχαρο, καυτό και θορυβώδη δρόμο, κάποιος μας λυπάται. Ένας ταξιτζής μας παίρνει μαζί του. Η διαδρομή διαρκεί τρία λεπτά και φτάνουμε. Τον ευχαριστώ, λεφτά δε θέλει να πάρει ο ταξιτζής, και ξεκινώ να βρω τη φίλη μου.

Το πρώτο μαγαζί που συναντώ πουλάει δερμάτινα είδη και έχει φίμωτρα σε όλα τα μεγέθη. Από τη μία ανακουφίζομαι, από την άλλη νοιώθω προδομένη. Αγοράζω κατευθείαν τρία κομμάτια. Η καλύτερα πέντε;

Τώρα βλέπω τη φίλη μου. Κάθεται δροσερή και χαρούμενη με μια κρύα κόκα κόλα και τρεις προστάτες στη σκιά. Εγώ πεθαίνω από τη δίψα και ο Κόρινθος μόλις βάλθηκε να πιει βρωμερό νερό από το χαντάκι μπροστά από το ιχθυοπωλείο. Τον τραβάω και σε ένα χαοτικό μπακάλικο του αγοράζω ένα φρίσμπι (πως το γράφουν αυτό;)  και ένα μπουκάλι νερό. Ο σκύλος ευγνώμων πίνει το νερό του από αυτό το ασυνήθιστο πιάτο.  Αδειάζει όλο το μπουκάλι.  Εγώ συνεχίζω να διψάω και η φίλη μου διασκεδάζει με τους προστάτες της. Γρήγορα αγοράζω άλλο ένα μπουκάλι μόνο για μένα. Ο Κόρινθος κάθεται με το πιάτο του στο στόμα και κουνάει την ουρά του.

Το καράβι για την Κρήτη αργεί, φεύγει το βράδυ . Μέχρι τότε μας κατακλύζουν προστάτες. Πληθαίνουν σε χρόνο μηδέν. Δεν έχουν άλλη δουλειά να κάνουν; Με πολύ ούζο στο στομάχι και στο κεφάλι μπαίνουμε στο καράβι. Όλοι φοβούνται τον Κόρινθο, επειδή με το φίμωτρό του μοιάζει με σκυλί δολοφόνο.

Κρυβόμαστε, δεν αντέχουμε άλλους προστάτες, βολευόμαστε σε μια άνετη γωνίτσα και τρώμε. Και ο Κόρινθος τρώει σάντουιτς. Ένας υπάλληλος του καραβιού μας βλέπει και διαμαρτύρεται επειδή το φίμωτρο δεν είναι στη θέση του. Θυμωμένη τον ρωτάω, πως υποτίθεται να τρώει το σκυλί, παρακαλώ; Παρακαλώ; Ο υπάλληλος δεν έχει καμία κατανόηση. Σκυλιά χωρίς φίμωτρο πρέπει να ταξιδεύουν στο μηχανοστάσιο. Είναι επικίνδυνα και επιθετικά. Έτσι σκέφτονται στην Ελλάδα.  Ελληνικά.  Τώρα όμως φοβάμαι.  Θα επιζήσει το σκυλί μια νύχτα στο μηχανοστάσιο;

Ευτυχώς, ζει. Δεν ξαναμπαίνω σε καράβι, σκέφτομαι. Το Ηράκλειο είναι τεράστιο, φαίνεται να υπάρχουν μόνο αυτοκίνητα και μοτοσικλέτες. Αν κοιτάξεις καλύτερα όμως, υπάρχουν και προστάτες, και μάλιστα παρά πολλοί. Η φίλη μου και εγώ σχεδόν πανικοβαλλόμαστε. Ακόμα να συνέλθουμε από τους προστάτες της Αθήνας. Και τι κάνουμε τώρα; Η σωτηρία μας, ένα ταξί. Ο ταξιτζής έχει άλλη άποψη. No dogs, λέει, και φεύγει.  Σκατά. Όλοι θέλουν να μας βοηθήσουν. Ξεφεύγουμε με το επόμενο λεωφορείο που έρχεται, παρόλο που δεν έχουμε ιδέα που πάει.

Μετά από μια μεγάλη και απολαυστική διαδρομή φτάνουμε στην νότια ακτή. Σε ένα μικρό χωριό με όμορφη παραλία. Ευτυχισμένες βολευόμαστε και απολαμβάνουμε ένα υπέροχο ηλιοβασίλεμα. Για το αγαπημένο μας σκύλο βρίσκουμε για σκυλόσπιτο ένα παλιό ξύλινο κουτί.  Με ένα κομμάτι κάρβουνο γράφουμε πάνω: Ξενοδοχείο Κόρινθος. Οι μέρες μας ξεκινούν με πολλούς μεγάλους καφέδες και ακολουθεί εξερεύνηση βυθού με μάσκες και αναπνευστήρα. Οι βραδιές και νύχτες είναι ζεστές και γεμάτες και μας αρέσουν ιδιαίτερα. Πάντα υπάρχει κίνηση και κάθε μέρα γνωρίζουμε και άλλους προστάτες. Ο Κόρινθος είναι χαρούμενος και στρογγυλεύει.

Και σήμερα η αλλαγή κάθεται στο λεωφορείο. Ξεκίνησαν οι διακοπές του φίλου της φίλης μου ο οποίος και καταφτάνει. Αγκαλιάζονται και φιλιούνται. Και ένας ξένος νεαρός που βγαίνει από το λεωφορείο φιλάει και αυτός τη φίλη μου. Εμένα δεν με αντιλαμβάνεται κανείς. Κάθομαι εκεί και ξεχνώ τον καφέ μου. Δεν τα αντέχω όλα αυτά και πάω βόλτα τον Κόρινθο. Όταν γυρίζω μετά από τρεις ώρες ο ξένος νεαρός διαβάζει στη φίλη μου κάτι ερωτικά ποιήματα που έγραψε ο ίδιος.  Ο φίλος της κοκκινίζει ολόκληρος. Κάθονται οι τρεις μαζί στη σκιά ενός εστιατορίου. Εμένα και τώρα δεν με βλέπει κανείς. Η φίλη μου ακτινοβολεί από ευτυχία και εγώ νοιώθω χάλια. Τη ρωτάω, αν θα έρθει μαζί μου για κολύμπι. Αλλά αυτή θέλει να ακούσει και άλλα ερωτικά ποιήματα.

Περνώ το υπόλοιπο της ημέρας με τον Κόρινθο. Οι προστάτες φαίνεται να έχουν άδεια σήμερα.

Το βράδυ η πείνα με οδηγεί στους άλλους. Κάθονται ακόμα στο ίδιο εστιατόριο και η φίλη μου είναι κατενθουσιασμένη με τα ποιήματα. Τους ρωτάω αν πεινάνε και αργούν πολύ να αντιδράσουν. Ο φίλος δε θέλει να πάει στο κέντρο. Έχει πολύ θόρυβο εκεί, λέει. Οπότε μένουμε στο εστιατόριο. Εκτός από μας δεν υπάρχει κανείς. Τόσο βαρετό. Εδώ δεν με βρίσκει ούτε ένας προστάτης.

Ο άγνωστος νεαρός τελικά είναι ποιητής. Δεν μπορεί να φάει τίποτα και όλο διαβάζει καινούρια ποιήματα στη φίλη μου.  Στο φίλο της δεν αρέσει τίποτα. Το ελληνικό φαγητό δεν το αγγίζει και στις εννιά η ώρα θέλει να πάει για ύπνο. Φυσικά η φίλη μου πρέπει να πάει μαζί του. Εγώ ξαπλώνω στην άμμο και κοιτάω τα αστέρια, έχω όσο χρόνο θέλω. Αργότερα με ξυπνάει η φίλη μου και πάμε μαζί στο κέντρο για ένα ούζο. Το καλύτερο, με μεζέδες και ψητό χταπόδι. Διασκεδάζουμε και οι προστάτες έχουν την τιμητική τους.

Ξαφνικά εμφανίζεται ο φίλος. Θυμωμένος. Και βρίσκει το χταπόδι μας απαίσιο, μόνο και μόνο να το κοιτάς, και πιάνει τη φίλη μου από το χέρι και την τραβάει από το τραπέζι. Στις εννιά η ώρα ο κόσμος πάει για ύπνο και τώρα είναι τρεις το πρωί, λέει. Νά‘ μαι πάλι μόνη μου με το χταπόδι και το ποτήρι του ούζου έχει αδειάσει. Ακόμα και οι προστάτες δεν ξέρουν τι να κάνουν. Πάω για ύπνο και ο μόνος φίλος που έχω η καημένη είναι ο ουρανός με τ’άστρα.  Στις εφτά η ώρα το πρωί έρχεται ο φίλος και τραβάει τον υπνόσακο της φίλης μου. Αυτή όμως είναι ακόμα πολύ κουρασμένη και δεν θέλει να σηκωθεί. Αυτός όμως τίποτα. Πρέπει να σηκωθεί για πρωινή γυμναστική και ένα μεγάλο περίπατο μαζί του.

Ο Κόρινθος και εγώ περνάμε τις μέρες μαζί. Παρ΄όλες τις πολλές βόλτες χοντραίνει όλο και περισσότερα. Τη φίλη μου μπορώ να την ξεχάσω. Πρέπει να ακολουθήσει το πρόγραμμα του φίλου της και να ακούει τα ερωτικά ποιήματα του ξένου νεαρού. Τέλος οι νύχτες διασκέδασης. Όλα πάνε βάσει σχεδίου. Φαγητό βάσει σχεδίου. Μπάνιο και ύπνος βάσει σχεδίου. Το Σάββατο μένουμε ξύπνιοι μέχρι τις δέκα.

Ο Κόρινθος και εγώ γίναμε κολλητοί φίλοι.  Και αυτός πάχυνε. Είναι πραγματικά ολοστρόγγυλος. Κάθε μέρα ξεφεύγει και θέλει να κρυφτεί σε μια αποθήκη. Αλλά η ιδιοκτήτρια δεν τον θέλει και τον διώχνει με τη σκούπα. Τότε ξαπλώνει ανάσκελα στην καυτή άμμο και λαχανιάζει. Η κοιλιά του έχει στρογγυλέψει κι‘ άλλο. Ο καινούριος μου προστάτης λέει, ο Κόρινθος θα γεννήσει. Τι, αποκλείεται, λέω εγώ. Κι‘ όμως. Ο Κόρινθος είναι θηλυκό, έγκυος και εντελώς αγχωμένη. Ο καινούριος προστάτης παίρνει μια ένεση από ένα γιατρό που θα βοηθήσει τον Κόρινθο (την Κορίνθη) να γεννήσει. Η φίλη μου ακόμα ακούει ερωτικά ποιήματα. Μετά την ένεση η σκυλίτσα χαλαρώνει και γεννάει. Τα κουτάβια είναι παρά πολλά. Δεκατρία, για την ακρίβεια. Δύο θηλυκά και ένδεκα αρσενικά, ένα από τα θηλυκά είναι αδύναμο, μικρό και λεπτοκαμωμένο και δεν ζει πολύ. Μόνο μερικά λεπτά. Και εγώ κάθομαι με ένα νεκρό κουτάβι στα χέρια, η σκυλίτσα μας με τα πολλά κουτάβια κάθεται δίπλα μου και κλαίω. Και, ω θαύμα, η φίλη μου μ‘ ακούει. Ξυπνάει από το ερωτικό της όνειρο και έρχεται, μαζί με τον φίλο της και τον ξένο νεαρό ερωτικό ποιητή. Ακόμα και αυτός μένει σιωπηλός για λίγο.

Ο φίλος αντιδράει πολύ γρήγορα. Και εγώ. Καταφέρνω να σώσω ένα παχύ αρσενικό και το θηλυκό. Τα άλλα κουτάβια σύντομα καταλήγουν θαμμένα στην κρητική άμμο. Σκοτωμένα με μια κρητική πέτρα από το χέρι του φίλου της φίλης μου. Εγώ χύνω ποτάμια δάκρυα. Φεύγω τρέχοντας με τα σκυλιά να τα σώσω. Όταν επιστρέφω είναι όλα όπως ήταν. Ερωτικά ποιήματα και τα λοιπά. Πάω στο κέντρο και αγοράζω ένα μεγάλο κόκκαλο για τη σκυλίτσα μας. Αρχίζουν ωραίες μέρες, τα κουτάβια τα έχω πάντα μαζί μου. Και βγαίνω πλέον μόνο με πολύ ευγενικούς προστάτες. Το ερωτικό παραλήρημα της φίλης μου και όλα τα συναφή δεν με ενοχλούν πλέον ιδιαίτερα. Ο φίλος της φίλης μου όμως έχει φτάσει στα όρια. Επιμένει ότι η Ελλάδα κάνει κακό στη φίλη μου και θέλει να την σώσει αμέσως βγάζοντάς την απ‘ αυτή τη χώρα. Ήδη τους παρακολουθώ που φεύγουν και ο άγνωστος νεαρός τους φωνάζει από πίσω τα τελευταία ποιήματα.  Εγώ στέκομαι και κοιτάω το λεωφορείο που φεύγει και γρήγορα εξαφανίζεται σε ένα σύννεφο σκόνης.

Μόλις μεγαλώσουν λίγο τα κουτάβια παίρνω το καράβι για την Αθήνα. Το βράδυ φτάνω και ψάχνω για ξενοδοχείο. Μετά από δυο ώρες ποδαρόδρομο με σκυλιά και αποσκευές κάθομαι κουρασμένη στην άκρη του δρόμου. Βαρέθηκα να ακούω no dogs. Ένας νεαρός προστάτης με λυπάται και με συνοδεύει στο πλησιέστερο ξενοδοχείο. Μιλάει μεγαλόφωνα και για πολλή ώρα με τον ιδιοκτήτη. Εγώ καταλαβαίνω μόνο „κορίτσι“ και „σκύλος“. Το κορίτσι και τα σκυλιά καταφέρνουν και παίρνουν δωμάτιο. Ξημερώνει η επόμενη μέρα και εγώ πρέπει να βρω κτηνίατρο. Το εικοστό τρίτο ταξί με παίρνει και καταλήγω στο χώρο αναμονής ενός κτηνιατρείου. Ακόμα και μια μαϊμού υπάρχει εκεί. Ο

κτηνίατρος κάνει τις απαραίτητες ενέσεις, εμβόλια, να μπορέσω να περάσω τα σκυλιά από τα σύνορα. Γράφει μια διεύθυνση σε ένα χαρτάκι και μου εύχεται καλό ταξίδι. Τα δύο κουτάβια είναι εντάξει και χωρίς ενέσεις, προσθέτει. Και ότι πρέπει να πάω σ‘ αυτή τη διεύθυνση, λέει. Και άλλη μια φορά κάθομαι κλαίγοντας στην άκρη του δρόμου. Δεν μπορώ να βρω το σπίτι, η διεύθυνση που μου έγραψε ο κτηνίατρος έχει λάθος αριθμό. Τουλάχιστον ο δρόμος είναι ο σωστός. Με όλη τη στενοχώρια και τα δάκρυα δεν αντιλαμβάνομαι καν τον προστάτη που εμφανίστηκε και θέλω μόνο να πάω σπίτι μου στη μαμά μου, αυτός όμως διαβάζει το χαρτάκι, που από τα δάκρυά μου έχει σχεδόν σβηστεί, και μου δείχνει το σωστό σπίτι, για να τελειώσω τις δουλειές μου. Ο ευγενικός χοντρός άντρας που κάθεται πίσω από το γραφείο σφραγίζει ένα έγγραφο και θέλω να πληρώσω. Greek Service, λέει, και γελάει δυνατά. Μπορούμε να φύγουμε. Κουρασμένοι, βρώμικοι και γεμάτοι ιστορίες μπαίνουμε στο τρένο. Μας περιμένει μεγάλη διαδρομή και επιτέλους στο Μπρίντισι, όπου μπορεί να βγάλει το φίμωτρο, „ο Κόρινθος“ ξαναγίνεται ο χαρούμενος εαυτός „του“.

Ευχαριστώ.

Έτσι ήτανε.

Αμήν.

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Vom Wahnsinn

Vom Wahnsinn

Wir alle kennen ihn, den Wahnsinn.

Die Frau wurde fast wahnsinnig, weil ihr Mann zu spät nach Hause kam. Der Mann, weil er die Schraube nicht lockern konnte. Das Kind, weil es gerade dieses Spielzeug nicht haben konnte. Wir alle werden fast wahnsinnig, weil es zu heiss ist oder weil das Rotlicht nicht grün werden will.

Nun, ich wollte etwas mehr darüber wissen und so begann alles, im Sommer, bei Hitze natürlich.

Meine beste Freundin hatte die Stadt satt und zog weg in ein Dorf.

Ruhe, Ruhe, dachte sie.

Pressluftbohrer, Bagger, Walzen, Lastwagen, Teergestank und Hitze schreckten die Freundin aus ihrem unruhigen Schlaf. Die Dorfstrasse, die einzige im Dorf musste saniert werden. Und so begann der Wahnsinn. Autos, Motorräder, Lastwagen, sie alle mussten immer lange am Rotlicht der Baustelle warten. Dabei schalteten die wenigsten ihre Motoren aus und auch nicht ihre Radios. Die Freundin musste sich die ganze Nacht unfreiwillig Konzerte in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen anhören. Manche spielten aus Langeweile von warten mit dem Gaspedal und der Gestank kam aufdringlich zum Fenster des Schlafzimmers herein, in dem meine Freundin schlief, oder besser, sie versuchte zu schlafen.

Dann kamen die Schulferien. Den ganzen Tag hatte die Freundin mit ihren Kindern zu tun. Mama ich habe heiss, Mama ich will ein Eis, Mama ich will ins Schwimmbad, Mama das Wasser ist kalt!!!

Jeden Abend war sie sehr müde. Und der Wahnsinn, der begann jeweils erst Abends. Ihr Mann hatte nämlich ein Speiserestaurant. Ein Abendessen Restaurant. Und wenn alle Leute Feierabend hatten, begann erst ihre Arbeitszeit. Um sechs Uhr kamen die ersten Gäste.

Der elektronische Plastikhirsch Kopf im Eingang des Restaurants sang jedesmal wenn Gäste eintraten fröhlich sein Lied. D`ont wörry, be happy…la-lala-la-lalala-lala-lalala-lalalala-lalala-lalala-lala. Die Freundin konnte den Hirsch nicht mehr ertragen und nahm eine Schere aus der Schublade und schnitt das Kabel durch.

Ruhe, Ruhe, dachte sie.

Endlich im Bett ausgestreckt und einigermassen gemütlich aber mit fehlender Ruhe, über kam die Freundin ein eigenartige, flaues noch nie da gewesenes Gefühl.

Im Restaurant waren noch immer Gäste und es wurde laut gelacht und geredet und das Aufräumen war auch nicht ohne Ton. Dazu fuhren in dieser warmen Nacht viele Leute mit ihren Motorrädern spazieren.

Die Freundin wechselte das Zimmer und dachte an Ruhe. Von dieser Seite war die grosse, laut brummende Abwaschmaschine zu hören. Messer, Gabeln, Löffel die sich aneinander schlugen. Gläser, Teller,Tassen wurden schnell und laut im Kasten versorgt.

Die Freundin suchte todmüde ihren Schlafsack und schwankte in den Garten, um sich zu ihren Kindern ins Zelt zu legen. Endlich Ruhe, konnte sie in ihrem vernebelten Hirn noch entziffern.

Es dauerte nicht lange,bis ein Maulwurf sich den Weg bis direkt unter das rechte Ohr der Freundin freischaufelte. Im Halbschlaf nahm sie es wahr, dieses Scharren und Raffeln und Nagen. Sie klopfte mit der Faust auf den Zeltboden, aber dieses Tier war nicht zu bremsen.

Mit dem Schlafsack flüchtete sie ins Freie und lies sich in der Nähe vom Zelt ins Gras fallen. Wunderbar, eine Sternschnuppe und sie hatte nur noch einen Wunsch. Schlaf.

Aber an seiner Stelle kam die Katze und ihr Schnurren tönte wie eine gefährliche, zum Wahnsinn treibende Motorsäge. Nachdem das Tier sich entschloss diesen fürchterlichen Ton auszuschalten, kam sogleich der Ersatz. Wieder direkt neben den rechten Ohr der Freundin. Ein Schmatzen, unappetitlich, laut und zugleich genussvoll. Sie öffnetet mit letzter Kraft die Augen und sah einen jungen Igel, der an einer dicken, roten Nacktschnecke kaute.

Sekunden später fand sich die Freundin im Wohnwagen wieder.

Ruhe.

Sie versuchte sich zu entspannen. Nach einiger Zeit klappte es sogar.

Fern von Maschinen, Autos und Tieren viel sie in einen merkwürdigen Schlaf.

Nicht lange.

Ihr Mann war mit der Arbeit fertig geworden und stand neben dem Wohnwagen, um den Sternenhimmel zu betrachten. Dazu leerte es seine Blase, musst Wind ablassen und hustete andauernd halblaut.

Nun war es soweit. Der Wahnsinn, der meine Freundin schon die ganze Zeit umzingelte, drang unheimlich in sie hinein.

In ihrem Kopf waren grelle Glühbirnen. Aus ihrem Mund kamen laute Schreie. Ihr Herz war eine Pochmaschine ( 220 Schläge pro Minute ) Ihr Bauch ein harter Felsklotz. Und ihre Beine waren nicht mehr da.

Als sie erwachte, in einem fremden Zimmer, in einem fremden Bett, waren mehrere Tage vergangen und sie konnte sich an nichts mehr erinnern.

Sie schlief sofort wieder ein und erwachte immer nur kurz.

Nach einer langen Zeit ging sie zurück nach Hause. Sie suchte sich eine Wohnung in einem ruhigen Quartier in der Stadt. Der Wahnsinn verschwand langsam wieder aus ihrem Leben.

Diese Geschichte habe ich von meiner besten Freundin. Und meine beste Freundin, das bin ICH.

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Eine mörderische Nacht

Totenstille. Dunkle Nacht. Der Vollmond ist bedeckt mit dicken Wolken. Nur ab und zu kann man ihn sehen. Und zugleich das Grauen. Das grauenhafte Grauen.
Die Mutter schläft und die Kinder auch. Aber im Haus wohnen noch andere Gesellen und die sind wach, hellwach.
Frau Buschschwanz, Herr Rot und Herr Kralle.
Mit glühenden Augen schleicht Frau Buschschwanz im Haus herum. Sie hat keine Ruhe, denn sie kann ihn riechen, den Herrn Grauklein. Er ist auf Futtersuche für seine Frau und für seine Kinder.
Da, plötzlich ein furchterregendes Piepsen. Die Mutter erwacht und die Kinder auch. Der Vater ist auf Nacht Taxidienst. Mutter und Kinder fürchten sich zu Tode und aus dem Badezimmer ertönen schreckliche Geräusche. Zitternd klammern sich alle aneinander und müssen sich das grausige Geschehen anhören.
Totenstille.
Mutter und Kinder stehen auf und gehen zusammen auf Zehenspitzen Richtung Badezimmer. Das ist kein Badezimmer, sondern ein Ort des Grauens.
Da liegt er, der Herr Grauklein, nicht mehr wieder zu erkennen.
Schau mal Mama, sagt die Kleine, eine Fledermaus. Und ja, im wahrsten Sinne des Wortes, dem Herrn Grauklein wurden das Fell von der Mitte des Rückens her über die Seiten abwärts gezogen und er sieht nun aus wie eine mausetote Fledermaus.
Alle kehren ins Bett zurück.
Aber keine Spur von Ruhe.
Im Dachboden wohnt die Familie Leisefuss. Sie ahnt noch nichts von ihrem fürchterlichen Schicksal. Herr Rot sieht nämlich auch im Dunkeln gut und Leisefusses passen diese Nacht nicht besonders gut auf sich auf. Der Onkel hat nämlich Geburtstag. Sein letzter soll es sein, aber das weiss er noch nicht.
Die Mutter erwacht schon wieder. Herr Rot sitzt auf ihrem Kissen und kaut genüsslich am Onkel herum. Der Mutter ist es übel und die rennt ins Badezimmer. Dabei rutscht sie auf der mausetoten Fledermaus aus. Ihr Fuss ist geschwollen und tut weh.
Langsam, langsam wird es Morgen und das Morgengrauen versucht das Grauen der Nacht zu vertreiben.
Dem ist nicht so.
Frau Amsler hat gerade eben mit dem Morgengesang begonnen und schon springt Herr Kralle ihr an die Gurgel. Ein letzter Ton dringt aus ihrer Kehle und dann schweben ihre Federn durch die ersten Sonnenstrahlen.
Totenstille.
Der Vater kommt vom Dienst nach Hause und geht gleich wieder. Er frühstückt heute im Dorfcafe.

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Das Altersheim

Es ist soweit, sagt meinen Mutter, der Ernst kommt. Du bist fertig mit der Schule und gehst jetzt ins Altersheim arbeiten.
Ich kann gar nichts dagegen unternehmen und ausserdem kenne ich den Ernst nicht.
Schon stehe ich da, mit einer hässlichen blauen Schürze die viel zu gross ist und muss mir auch noch die Haare zusammenschnüren mit einem Gummi, den ich nach Anweisung des Chefs von einer Arbeitskollegin erhalte,weil ich so was nicht besitze. Wie ich das hasse!!
Ständig sehe ich mein Spiegelbild in den grossen Fenstern und finde mich hässlich.
So, sagt die Chefin.Du gehst jetzt ins Zimmer zweiunddreissig die Dame waschen.
Lange, sehr lange brauche ich, um das Zimmer zweiunddreissig zu finden. In einem schneeweiss bezogenen Bett sitzt die zu waschende Dame und redet nichts. Sie klappert andauernd mit ihren dritten Zähnen.
Im kleinen Bad, dass zum Zimmer gehört, finde ich einen schneeweissen Lappen und ein Waschbecken aus Metall und flüssige Seife. Im Zimmer stinkt es so komisch-grässlich-säuerlich, dass ich reichlich von der Flüssigseife ins Waschwasser gebe.
So und nun, die Dame waschen. Aber wie geht sowas? Sie weiss es anscheinend und hebt ihr Nachthemd hoch. Ich fange an zu schrubben und die Dame fängt an zu schimpfen. Sie drückt mit ihrem zitterigen Finger auf einen schneeweissen Knopf, der sich an der schneeweissen Wand befindet.
Ein paar Momente später kommt die Chefin zur Tür herein und beginnt sofort zu schimpfen. Irgendwas von einem Intimbecken. Es muss etwas sehr schlimmes gewesen sein, denn sie war sehr wütend.
Die Chefin schickt mich in die Waschküche. Da stehe eine Bügelmaschine für die Leintücher und ich solle das machen gehen, sagt sie.
Wieder dauert es sehr lange , bis ich die Waschküche finde. Doch vom Ernst getrieben finde ich sie, im Keller. Und da steht es, das reisenden von einer Bügelmaschine.
Ich suche ein Leintuch, um es zu bügeln, finde aber keines.
Doch da sehe ich sie, eingeschlossen in einem Riesenmonster von einer Waschmaschine.
Wieder dauert es sehr lange, aber schliesslich schaffe ich es, die Tür zu öffnen.
Nun versuche ich ein Leintuch zwischen die übergrossen Walzen zu klemmen.
Die Walzen drehen sich unaufhörlich und es gibt ein Durcheinander. Vor lauter dickem Stoff kann sich die Walze nicht mehr drehen und der eingeklemmte Stoff wird heiss und immer heisser.und ich versuche das Leintuch heraus zu reissen. Es geht aber nicht und fängt an zu brennen.
Die Waschküche ist voller Rauch und der beginnt sich im ganzen Haus zu verteilen.
Die Chefin eilt herbei, um mit einem Kübel Wasser dem Brand ein Ende zu setzen.
Das erträgt die Maschine nicht und geht kaputt.
Ich sehe den Ernst, er steht auch in der Waschküche.
Beim Mittagessen wird kein Wort gesprochen und am Ende des Monats bekomme ich Wortlos keinen Lohn.
Jetzt habe ich zum ersten Mal Nachtdienst und bin ganz alleine und habe Angst und der Ernst hilft mir auch nicht.
Ich muss ganz viele bunte Pillen verteilen und verwechsle da und dort eine oder mehrere. Ein Herr schläft nachher zwei Tage lang und ich darf jetzt Fenster putzen und Böden polieren.
Die Bohnermaschine ist gross und schwer und schwierig zu bedienen und sie fährt mir auch noch über den Fuss. Ich habe starke Schmerzen und darf im Garten auf einer Bank sitzen und die Goldfische füttern. Die sterben alle, weil ich die Schachtel verwechselt habe. Auf der Schachtel hat es Bilder von lauter kleinen Insekten. Ich dachte, die Fischlein mögen sowas.
Der Chef und die Chefin reden nun tagelang nicht mehr mit mir. Sie schauen nur ganz ernst und ich darf in der Küche helfen der Köchin Kartoffeln zu schälen. Die Köchin fragt mich dabei allerhand und ich antworte immer schön brav. Nach drei Kilo Kartoffeln schälen weiss die Köchin über mich und meine gesamte Verwandtschaft bescheid.
Einige Zeit im Altersheim ist schon vergangen und ich darf zum ersten Mal mit der grossen Abwaschmaschine abwaschen. Das macht Spass, denn das Geschirr kann man einfach so hineinstellen. Und ich stelle einen Milchkrug mit flüssiger Abwaschseife hinein. Oje!!! Die Maschine rattert und surrt und der Schaum quillt aus allen Rillen und bald steht die ganze Küchenfrauschaft bis zu den Knien im Schaum. Bis zum Abend brauchen wir, um alles wieder zu putzen.
Der Chef und die Chefin flüstern sich etwas zu und ich weiss, dass sie vom Ernst reden. Sie schicken mich raus, um mit einem Altersheim Insassen Rollstuhl spazieren fahren zu gehen.
Am Bach entlang geht das ganz gut und ich erzähle dem Mann was es alles zu sehen gibt, denn er ist blind. Und dazu schläft er auch noch. Das sehe ich aber nicht und fahre über einen Stein. Der Mann fällt vom Rollstuhl und regelt die Böschung runter und landet im Bach.
Der Ernst hilft mir, den Mann wieder in den fahrenden Stuhl zu setzen.
Ich fahre den nassen und schmutzigen Mann nach Hause und alle schauen ganz komisch.
Ich habe eine neue Arbeit bekommen und darf den alten Menschen beim Essen helfen im Speisesaal. Einem alten Mann schmecken die süssen Birnen ganz besonders gut und ich helfe dabei, möglichst schnell und viel zu essen. Es verschluckt sich und wird ganz blau im Gesicht und der Notarzt muss gerufen werden.
Beim Betten machen bin ich zu langsam, beim rasieren schneide ich ständig daneben, die Pflanzen ertragen meine Gieskunst nicht, beim Zimmer putzen vergesse ich mal dies und mal das zu putzen und der Ernst ist überall.
Schliesslich darf ich im Büro Briefmarken aufkleben.
Auf dem Weg zum Briefkasten begegne ich einer Heimbewohnerin und die packt meine Oberarme und meint, die seien so richtig schön gebaut um auf dem Feld zu arbeiten.
Ich kündige und arbeite jetzt auf einem Bauernhof und der Ernst, der kann sogar lachen.

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Das Messer

In meiner Jugendzeit hatte ich einen Freund in Athen.
Er wollte mir auf seinem Plattenspieler „ das Messer-το μαχαίρι „ abspielen lassen. Leider war die Nadel kaputt.
Das ist kein Problem-κανένα πρόβλημα, sagte mein Freund, ich habe einen Freund, der hat eine Plattenspieler Nadel.
Sofort telefonierte er diesem Freund, um nach seiner Plattenspieler Nadel zu fragen.
Er war zu Hause und sagte, das ist kein Problem-κανένα πρόβλημα, wir sollen die Nadel bei ihm abholen.
Da dieser Freundet weg, in einem anderen Teil der Stadt wohnte, mussten wir einen anderen Freund fragen, ob er uns mit dem Auto hinfahren könnte?
Er sagte, das ist kein Problem-κανένα πρόβλημα, er käme sofort.
Dieses sofort dauerte ziemlich lange. Der Freund hatte sein Auto einem Freund ausgeliehen und musste auf diesen warten.
Wir tranken Kaffee, Freunde kamen und gingen.
Es war ein reger Verkehr im Haus. Alle hatten sich viel zu erzählen. Sie merkten, dass ich nichts verstehen konnte und sagten andauernd, kein Problem-κανένα πρόβλημα, kein Problem-κανένα πρόβλημα.
Ich dachte an das Messer-το μαχαίρι.
Der Freund mit dem Auto kam endlich. Wir fuhren los. Das Auto war vollgestopft mit Freunden, die alle durcheinander redeten. Eingequetscht sass ich in diesem nagelneuen Auto.
Zuerst fuhren wir in eine Waschanlage. Der Freund hatte grosse Angst, sein neues Auto könnte kaputt gehen oder sogar schmutzig werden. Das Auto wurde gewaschen und poliert, das Messer-το μαχαίρι musste warten.
Der Freund fuhr weiter, im Schneckentempo. Alle hupten und schimpften. Endlich konnte auch ich etwas verstehen.
Im Auto ging es turbulent zu. Immer wieder stieg an einer Strassenecke ein Freund aus und ich konnte mich aus dieser zerquetschten Stellung befreien.
Mein Freund schaute von seinem bequemen Vordersitz zu mir nach hinten und lächelte. Ich sagte, kein Problem-κανένα πρόβλημα.
Er wollte sich gerade eine Zigarette anzünden, da trat der fahrende Freund voll auf die Bremse und fing wie wild zu schimpfen. Mein Freund sagte, kein Problem-κανένα πρόβλημα und warf die brennende Zigarette aus dem Fenster.
Endlich, nach einer unheimlich langen Fahrt im Schneckentempo, kamen wir an beim Freund mit der Plattenspieler Nadel. Nun konnte es nicht mehr allzu lange dauern.
Der Freund stand vor seiner Haustür und suchte etwas. Wir konnten nicht ins Haus, weil er den Schlüssel verloren hatte.
Wir fuhren alle ins Cafenion, weil der Freund glaubte, dort seinen Schlüssel verloren zu haben. Es war aber nicht so. Das ist kein Problem-κανένα πρόβλημα,sagte er. Und wir fuhren los, um bei all den nicht viel Geld habenden Freunden Drachmes auszuleihen, um einen neuen Schlüssel machen zu lassen.
Endlich, die Reise war endlos, hatten wir genug Drachmes.
Mit einem blitzsauberen Auto fuhren wir Richtung Schlüsselshop. Unterwegs mussten wir ein paar Freunden etwas bringen, oder bei anderen Freunden etwas holen, um es bei anderen Freunden abzugeben. Das dauerte und wir tranken Unmengen von Kaffee. Und es wurde unheimlich viel geredet. Manchmal, oder fast immer, redeten alle gleichzeitig und sie wurden sehr laut. Ich dachte, die streiten sich. Sie sagten zu mir, kein Problem-κανένα πρόβλημα.
Die Stunden vergingen und ich dachte an das Messer-το μαχαίρι.
Mich überkam ein fürchterliches Gefühl des Unbehagens. Es könnte vom vielen Kaffeetrinken gewesen sein. Diese redseligen Typen nervten.
Später kamen wir zum Schlüsselshop. Der Besitzer sagte, kein Problem-κανένα πρόβλημα, αύριο, morgen, heisst das, sagte er.
Mein Freund sagte, kein Problem-κανένα πρόβλημα. Gehen wir Kaffee trinken.
Vom vielen Kaffee trinken musste ich ab und zu mal. Stolz fragte ich den Wirt auf perfekt griechisch, ohne Akzent, wo denn bitte schön die Toilette sei.
Er antwortete und ich verstand kein Wort und ging in die falsche Richtung.
Wenigstens ein bisschen Bewegung, ansonsten bemerkte ich schon bald wieder diese Lederhautbüggeli an meinem Hinterteil, die nur schwer wieder weg zu kriegen waren und die man nur in Athen bekommen konnte. Eine Cafenionkrankheit.
Der Freund mit dem Auto fuhr zu einer Hochzeitsfeier. Wir fuhren mit, im Schneckentempo, über die Autobahn Richtung Norden.
Bei jeder Waschstrasse wurde das Auto gewaschen und mein Freund konnte ein paar Zigaretten rauchen.
Schau mal, das Olympiastadion, sagte mein Freund. Ach wie aufregend, dachte ich.
Die Hochzeitsfeier war schön und lang und mir war schlecht. Alle knutschten mich ab und ich musste immer essen, auch wenn ich zum platzen vollgestopft war. Und ich lächelte andauernd und sagte, kein Problem-κανένα πρόβλημα, wenn ich beim Tanzen auf fremde Zehen stand.
Auf dem Rückweg schlief ich nur und verpasste das Olympiastadion.
Mit einem frisch gewaschenen Auto fuhren wir zum Freund mit der Nadel. Er hatte wieder einen Schlüssel. Endlich, dachte ich.
Wir hatten die Nadel. Endlich, das Messer-το μαχαίρι. Wir mussten nur noch beim Onkel um die Ecke das passende Werkzeug holen.
Er wollte alles wissen über mich, meine gesamte Verwandtschaft, mein Bankkonto,wie viele Häuser meine Familie hat und wie viele Autos. Er fragte mich nach meinem Arbeitsleben und mein erotisches Leben. Er zeigte mir seine Blinddarmnarbe und sein geschwollenes Knie, indem er die Hose einmal nach unten zog und dann sein Hosenbein hochkrempelte. Dann wollte er wissen, ob ich zur heiligen Mutter Maria beten würde und er wollte wissen, wie viele Kinder und wie viele Liebhaberinnen mein Bruder hat.Er kochte viel Kaffee und schenkte einen Ouzo nach dem andern ein und wollte ständig anstossen. Mir wurde ganz schwindlig und irgendwie sah ich zwei Onkels die gleichzeitig die gleichen Fragen stellten.
In Griechenland gilt es als unanständig, nicht nach dem Wohlergehen und sonstigen intimen Angelegenheiten zu fragen. Aber ja, dass habe ich nicht gewusst.
Die Nadel passte. Leider war das Messer-το μαχαίρι inzwischen in der griechischen Sonne geschmolzen, die erbarmungslos zum Fenster herein schien.
Das ist kein Problem-κανένα πρόβλημα, sagte mein Freund. Ich habe einen Freund, der hat das Messer-το μαχαίρι.
Ich sagte, ich will sofort nach Hause.
Auf dem Flughafen wollte ein junger Mann unbedingt, dass ich bei ihm ein
T `Shirt kaufe mit der Aufschrift : NO PROBLEM-κανένα πρόβλημα.
Er wollte einfach nicht verstehen, warum ich keines wollte.

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